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Planspiel Börse 2011: Bericht der „Toastcompany“

 

Das Planspiel Börse ist ein Onlinespiel der Sparkasse Dieburg, dessen Ziel es ist, ein virtuelles Vermögen von 50.000 € über den Kauf und Verkauf von insgesamt 175 Aktien zu vermehren. Der Zeitraum dafür war vom 4. Oktober bis zum 14. Dezember 2011. Jeden Tag gab es „Abrechnungen“ um 11 Uhr und 17 Uhr. Am 4. Oktober 2011 um 11 Uhr kauften wir die ersten Aktien, unter anderem Amazon, Nokia und IBM. Am nächsten Tag der erste Schock: Der Depotwert ist eingebrochen, wir haben Verluste gemacht. Analytisch begannen wir vom Team Toastcompany nach der Fehlerursache zu suchen. Die drei oben genannten Aktien haben an Wert verloren. Um den Verlust zu begrenzen, beschlossen wir die Aktien wieder zu verkaufen. Im Gegenzug kauften wir steigende Aktien von Infineon Technologies, der Deutschen Börse und anderen. Der Depotwert stieg am nächsten Tag. In der folgenden Zeit überwachten wir jeden Tag das Depot und verkauften gegebenenfalls fallende Aktien und kauften dafür steigende. Der Depotwert stieg kontinuierlich bis auf ein paar kleinere Schwankungen an. Am 17.10.2011 kam wieder ein Schock: Der Depotwert ist um knapp 2000 € gefallen, und das innerhalb von nur 24 Stunden. Nun stellte sich die Frage: Verkaufen oder Halten? Die Aktien von Infineon und Merck mussten „gehen“. Dafür kamen Volkswagen und Toyota Aktien dazu. Volkswagen sollte sich später als großer Gewinn herausstellen.

Der Depotwert stieg kurz wieder an und fiel wieder. So war die Börse in dieser Zeit: relativ instabil. Zum Glück stiegen die Aktienwerte wieder an und wir kamen bis zu einem Depotwert von knapp 60.000 €. Dieser blieb allerdings nicht bestehen. Neue Turbulenzen kamen durch die Griechenlandkrise – der Depotwert fiel innerhalb von einer halben Woche auf unter 55.000 €. Die nächste Zeit war ein ständiges auf und ab des Depotwerts. Gegen Ende wurden wir spekulationsfreudiger. Wird der Dax steigen oder fallen, war die Frage. Wir entschieden uns für „fallen“. Er stieg und wir waren nur noch auf Platz 2. Dann spekulierten wir auf einen weiteren Anstieg des DAX, also verkauften wir unsere Aktien nicht. Der DAX fiel und mit ihm unsere Aktien. Wir verloren den Großteil unseres erwirtschafteten Gewinns. Die meisten anderen Teams fielen mit uns, nur eine Gruppe hatte frühzeitig den Trend erkannt und ihre Aktien verkauft. Wir waren auf Platz 2, immerhin. Das Planspiel Börse hat uns gezeigt, wie nah Gewinn und Verlust an der Börse beieinander liegen. Einen Moment ist man ganz vorne und im nächsten Moment ist alles wieder weg. Außerdem war es sehr interessant, wie sich der DAX verhält, wenn z. B. Politiker Entscheidungen über die Rettung des Euros beschließen. Fanden die Großaktionäre sie sinnvoll oder nicht? Davon hängt es ab, ob die Aktien steigen oder nicht. Das Planspiel hat bei uns eine Sensibilität für die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung geschaffen. Im Großen und Ganzen war das Planspiel Börse eine gute Erfahrung und sehr lehrreich. Der Zeitaufwand war zwar teilweise hoch, aber der gewonnene zweite Platz entschädigt für die Mühen. Jan Schreier (Teamsprecher), David Neumann, David Eidmann, Joel Rohde (alle Q 1)