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MPG – Gymnasium mit Profil - Tag der offenen Tür
Das Profil des einzigen Gymnasiums des Landkreises Darmstadt-Dieburg vorzustellen, war Anliegen des Tags der offenen Tür, der am Samstag, 11.2.2012, trotz eisiger Kälte viele Eltern, Schülerinnen und Schüler und an der Schule Interessierte nach Groß-Umstadt an das MPG (ehemals MPS) lockte. In ihrer Willkommensrede erklärte die Schulleiterin Frau Dr. M. Sauer, dass sich die Schule mitten in der Altstadt erst seit einem Jahr „Gymnasium“ nennen darf und dies auch tut, um den gymnasialen Anspruch der Institution zu betonen. Denn das MPG wird seine Schülerinnen und Schüler zum Abitur, d. h. zur allgemeinen Hochschulreife führen, und dies in „nur“ 8 Jahren. Anders als Gesamtschulen hat das „Umstädter Gymnasium“ nicht die Wahl, ob es denn zu G9 – dem Abitur nach 9 Jahren an der weiterführenden Schule – zurückkehren möchte.
Bevor Frau Dr. Sauer einen Überblick über das Profil der Schule gab, begrüßte der Unterstufenchor unter Leitung von Frau K. Schöpsdau die Besucher in der voll besetzten Aula mit zwei Liedern. Im Anschluss stellte die Schulpfarrerin Frau I. Schwabach-Nehring die Mentorinnen und Mentoren des 9. Jahrgangs vor, die sie gemeinsam mit Herrn K. Düll ausbildet, um den 5.Klässlerinnen und 5.Klässlern zur Seite zu stehen. So hatten auch die Mentoren die Schulrallye organisiert, zu der sie die zukünftigen Gymnasiasten einluden, während die Eltern erfahren konnten, was das MPG denn nun auszeichnet.
Das Max-Planck-Gymnasium arbeitet zielorientiert auf das Abitur hin, für das, genauso wie für alle Fragen rund um die gymnasiale Oberstufe, Herr H. Schenk-Boggia als Studienleiter zuständig ist. Diese Zielorientierung wird u. a. dadurch gewährt, dass die Lehrerinnen und Lehrer der Schule sowohl in Unter-, Mittel- als auch in der Oberstufe eingesetzt sind, was Kontinuität im Lebensraum Schule bietet. Frau Dr. Sauer betonte, sie sei von der Schulform Gymnasium überzeugt. In einer Gegenüberstellung der Stundenverteilung in G8 und G9 ist erkennbar, dass das Max-Planck-Gymnasium neben dem verpflichtenden Kernunterricht einen vielseitigen Zusatzbereich anbietet, welcher sowohl Förderung als auch Qualifizierung und soziale Arbeit, wie z. B. im Mentorenbereich umfasst.
Bezogen auf den Kernunterricht, dessen Angebot im Rahmen der sogenannten Kontingentstundentafel nach Abstimmung in der Schulkonferenz, dem gemeinsamen Gremium von Lehrern, Eltern und Schülern, verschoben werden kann und auch wird, stellte die Schulleiterin zunächst das Fach Sport vor. Der Sportunterricht findet – je nach Witterung – im Stadion oder überwiegend in der Heinrich-Klein-Halle statt, wo es mittlerweile sogar ein großes Trampolin gibt. Auch ist es Angelegenheit der Fachschaft Sport, den Sponsorenlauf sowie die legendäre Saalbachfahrt im 9. Jahrgang zu organisieren.
Verantwortlich für den Fachbereich III, der die Mathematik und die Naturwissenschaften umfasst, ist Frau D. Ohl. Die Besonderheit dieses Bereichs ist die Tatsache, dass das MPG im Jahrgang 5 und 6 „Nawi“, also naturwissenschaftlichen Unterricht, anbietet, der die Fächer Physik und Biologie vereint. Erst ab dem 7. Jahrgang, wenn dann auch Chemie erteilt wird, werden diese Fächer wieder „getrennt“. Zu erwähnen ist die moderne Ausstattung der sog. N-Räume, der naturwissenschaftlichen Räumlichkeiten. Auszeichnen kann sich der Fachbereich durch die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben sowie an Labor- und Erfindertagen, in diesem Jahr äußerst erfolgreich vertreten durch die angehende Abiturientin Patrizia Diehl. Ferner wird im Kernfach Mathematik stets Förderunterricht angeboten.
Unter der Leitung von Herrn M. Willmann steht der Fachbereich II, die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer. Insbesondere das Fach Geschichte verpflichtet sich dem außerschulischen Lernen, so steht im 7. Schuljahr im Rahmen des Themas „Römer“ der Besuch der Villa Rustica auf dem Programm, im 9. Schuljahr können sich die Schülerinnen und Schüler über das Leben der jüdischen Mitbürger während der NS-Zeit vor Ort informieren und in der Oberstufe werden Fahrten nach Verdun und nach Bonn ins Haus der Geschichte angeboten. Das Fach Politik und Wirtschaft, kurz Powi, zeichnet sich auch durch die stets erfolgreiche Teilnahme an Europa-Wettbewerben aus und bietet zudem als Alternative zur Saalbachfahrt eine Berlinfahrt im 9. Jahrgang an. Frau E. Schrader ist als Praktikumsbeauftragte zuständig für den Praxistag in Klasse 9 und das Betriebspraktikum in der E-Phase, dem ersten Jahr in der gymnasialen Oberstufe. Nicht zu vergessen bleibt die Tatsache, dass das Fach Erdkunde konsequent in der Oberstufe aufgebaut wird.