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Der Biologie LK Zemke auf den Spuren der frühen Menschen
Wie spannend und mit welchen Methoden die Paläanthropologie (Sie befasst sich mit dem Entstehen der spezifischen Merkmale und der Stammesgeschichte des Menschen) heutzutage arbeitet konnten die Schülerinnen und Schüler des Bio LK von Herrn Zemke am vergangenen Montag selber erfahren.

Sie besuchten das Schülerlabor der Biowissenschaften an der Goethe Universität Frankfurt. Dort lernten sie eine der Methoden kennen, mit der die moderne Paläanthropologie heute arbeitet.
Seit im Jahre 1856 in Deutschland der Neandertaler entdeckt wurde, versuchen Archäologen, Anthropologen und Molekularbiologen, mit immer ausgefeilteren Methoden die uralte Frage zu beantworten: Woher kommen wir? Wann, wo und wie ist der Mensch entstanden?
Paläoanthropologische Forschungsmethoden bleiben im schulischen Kontext meist unberücksichtigt. Im Rahmen des Schülerlabortages wurde versucht, diese Problematik durch den Einsatz von 3D-Scanning-Verfahren zu lösen und paläoanthropologische Forschungsmethoden somit für SchülerInnen tatsächlich erlebbar zu machen.
Paläoanthropologische Funde sind meist sehr selten und wertvoll. Eine berührungs- und zerstörungsfreie Dokumentation mit Hilfe von 3D-Scanning-Verfahren besitzt daher in der paläoanthropologischen Forschung einen hohen Stellenwert, damit Daten fossiler Funde unter Wissenschaftlern ausgetauscht und dreidimensionale Datensätze in Objekt-Datenbanken verfügbar gemacht werden können.

Darüber hinaus können mit diesem Verfahren dreidimensionale Objekte aus Einzelteilen virtuell zusammengefügt werden, beispielsweise einzelne Knochenfragmente zu komplexeren Strukturen. Fehlende Teile können im virtuellen Modell ergänzt und das vermutete Erscheinungsbild rekonstruiert werden.
Die Schülerinnen erstellten eigenständig ein virtuelles Schädel-3D-Objekt, welches in einen „interaktiven eSteckbrief“ integriert wurde. Das 3D-Objekt kann dann im pdf-Dokument per Maus beliebig rotiert und in der Größe verändert werden.
Dabei konnten sie die jeweiligen Eigenheiten der verschiedenen Entwicklungsstufen der Menschen anhand der Schädelmerkmale ermitteln.


Text verändert nach Didaktik der Biowissenschaften der Goethe Uni Frankfurt